PitchBitch.EU Review: FPV-Videobrille Fatshark Attitude SD

Fatshark Attitude SD Review

Einführung ins Thema FPV-Videobrille

Dass FPV ein Nischenhobby ist, merkt man spätestens dann, wenn es um die Wahl der richtigen Videobrille für den “Außenbetrieb” geht. Es gibt wenig (praxistaugliche) Auswahl. Und die wenigen Brillen, die es gibt, kosten leider auch ein paar Euro. Die Videobrille macht häufig den teuersten (Einzel-)Posten in der FPV-Ausrüstung aus.

Videobrillen sind zwar grundsätzlich auch ein Thema für große Hersteller, leider aber nicht mit Blick auf die Besonderheiten des FPV. Die meisten Brillen geben ein 16:9 Bild wieder, der gemeine FPV-Pilot wünscht sich im Regelfall das typische 4:3 FPV-Kamera Bild. Und digitale Eingänge nützen der (noch) analogen FPV-Generation wenig.

Lange Zeit kamen überhaupt nur folgende Videobrillen in Betracht:

  • Fatshark RCV922 Base (Brille ohne Empfänger)
  • Fatshark RCV922 Aviator Edition (mit 2,4 oder 5,8 ghz Empfänger)
  • Headplay
  • Zeiss Cinemizer Plus

Die beiden letzteren waren wenig feldtauglich. Qualitativ überzeugt hat mich vor allem das Bild der Headplay. Als ich das erste Mal durch die Headplay schaute, war ich erstaunt wie groß der Unterschied zur Fatshark RCV922 war. Gründe dafür waren vor allem die höhere Auflösung von 800×600 und das kleinere Sichtfeld von 34 Grad diagonal (Field of View = FOV) gegenüber dem großen FOV der Fatshark RCV922 mit 46 Grad diagonal und (nur) 640×480 Auflösung. Die Schärfe des Bildes in der Headplay war für mich als Fatshark-Nutzer geradezu erschreckend. Zudem bot die Headplay sehr viel knackigere Farben als die RCV922 von Fatshark.

Durchgesetzt hat sich Fatshark. Warum? Ganz einfach, es war die beste feldtaugliche Brille und das Immersionsflug-Feeling kam am besten rüber. Je größer das Sichtfeld umso eher kommt der Eindruck auf, in einem Cockpit zu sitzen. Der ein oder andere gewöhnt sich zwar schnell an ein kleineres Sichtfeld, auf mich trifft das allerdings nicht zu. Bei einem kleinen FOV denke ich (nach heutigen Standards) eher an einen 40-46 Zoll Mittelklasse LCD-Fernseher auf 2-3 Meter Entfernung als an ein Cockpit. Letzten Endes ist das eine Geschmacksfrage. Manch einem wird auch bei einem zu großen FOV übel.

Die große Mehrheit der FPV-Piloten wünscht sich in erster Linie ein möglichst großes Sichtfeld bei akzeptabler Bildqualität.

Das größte Problem bei einem großem Sichtfeld: Unterschiedliche Augen- bzw. Pupillenabstände. Da ich beispielsweise einen großen Pupillenabstand habe, muss ich bei der RCV922 die (glücklicherweise verschiebbaren) Optiken immer bis maximal nach außen schieben, um das Bild einigermaßen scharf sehen zu können. Wer kein OSD (On Screen Display) einsetzt, dem fällt die Randunschärfe bei einem großen FOV zumeist gar nicht auf. Wer jedoch OSD-Daten lesen will, muss häufig zur Brille greifen, um sie hin und her zu rücken. Zudem leiden sowohl Schärfe als auch Farbkontrast unter einem hohen Zoom. Ein weiteres Problem: Kurzsichtigkeit. Die Headplay Videobrille bot insoweit eine Korrektur, bei Fatshark muss man sich in den Out-of-the-box Varianten entweder mit einschiebbaren Linsen-Sets (3 Stärken sind verfügbar) behelfen, oder gleich auf Kontaktlinsen zurückgreifen. Bei “Sonderproblemen” wie Astigmatismus hilft auch keine Sehstärkenregulierung in der Brille. Experimentier- und Baufreudige haben ihre Videobrille in eine Skimaske verfrachtet, unter der sie dann auch eine Brille aufziehen können. Aber wer baut schon gerne eine Videobrille für ~250,- € oder mehr auseinander?

Inzwischen hat Fatshark die Daten der Linseneinlagen veröffentlicht. So kann man sich bei einem guten Optiker eigene Einsätze anfertigen lassen.

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TBS “Disco Fever” @ Stürzelberg

FPV @ Stürzelberg

Bereits Mitte letzten Jahres hatte ich die Elektronik meines F-450 Quad von DJI-Innovations in den Quad Discovery-Rahmen von Team-Blacksheep verfrachtet. Über ein halbes Jahr später bin ich dann endlich mal dazu gekommen, den Jungfernflug durchzuführen. Nach einer kurzen Test-Runde auf dem Acker habe ich letzten Sonntag das schöne Wetter genutzt, und dem Stürzelberger Modellbau-Club e.V. 1967 einen Besuch abgestattet.

Natürlich waren die Kameras mit dabei und ich konnte den “Disco” Quadro zum ersten Mal richtig via FPV fliegen. Nach meinen FPV-Flugerfahrungen mit RC-Heli & Hexacopter, war das “Disco”-Fliegen eine schöne Abwechslung. Mit den richtigen Einstellungen ist der Quad sehr agil.

Als Controller kam die NAZA-M in der Version 1 (neuste Firmware) mit GPS-Addon zum Einsatz. Geflogen bin ich mit den empfohlenen NAZA Gain Werten von Trappy, wobei Trappy 9×5” Graupner E-Props fliegt, ich hatte 9×10” Graupner E-Props drauf. Mein Quad ist einige Gramm schwerer als Trappy’s Variante, weil ich noch einiges an zusätzlicher Elektronik (Eagle Tree mit Extra-Akku) drauf habe und das TBS Core nicht nutze. Jedenfalls hatte der “Disco” mit 10×5 mächtig Dampf. Wie Ihr in dem Video sehen werdet, habe ich mit der Nase viel an der Grasnarbe geschnüffelt. Die Tage werde ich 9×5 Props ausprobieren.

Die GoPro 1 konnte ich in der kürze der Zeit leider nur in einem GoPro Snap Gehäuse von Eyefly mit Klett- und Gummiband hartmounten. Dementsprechend gabs mächtig “Jello” bei FullHD. Einzelheiten hierzu erspare ich mir, ihr findet zu dem Thema Discovery & Jello genügend Threads im Netz. Mit “Jello” aka “Rolling Shutter Effect” ist das “Wobbeln” gemeint, was ihr in vielen HD-Action-Aufnahmen sehen könnt. Das Problem liegt am CMOS Sensor. Vereinfacht ausgedrückt, scannt der Sensor das Bild von oben nach unten ab. Jegliche Form von Vibration sorgt dabei im Bild für Inkonsistenz, da nicht alle Bildbereiche zeitgleich aufgenommen werden.

50 bzw. 60 Frames können den Jello-Effekt lindern, aber das schafft leider nur die GoPro Hero 3 Black Edition in 1080p. GoPro 1 & 2 liefern insoweit nur 25 bzw. 30 Frames/s. Zur Lösung des Problems gibt es verschiedene Ansätze. Gimbals & spezielle Dämpfungsringe zwischen Gimbal & Rahmen beseitigen das Problem i.d.R. komplett. Abhilfe für “Hardmount”-Lösungen versprechen spezielle dämpfende “Gel-Blöcke” für die Hero-Serie. Die Tage habe ich einen solchen Block erworben. Ich werde berichten bzw. Ihr werdet demnächst sehen, ob das Problem damit beseitigt ist.

Doch back on topic.

Ich war wohl der erste FPV-Pilot, der in Stürzelberg vorbeigeschaut hat. Dementsprechend groß war das Interesse am Equipment. Dank des sehr genialen M800 8” TFT von Foxtech FPV konnten viele  “mitfliegen”. Den Monitor kann ich ausdrücklich empfehlen. Kein Bluescreen, extrem lichtsstark (selbst bei direktem Sonnenlicht), gute Auflösung (800×480). Der Monitor wird mit Sichtschutz geliefert. Besser als alles, was Ihr sonst so bei den üblichen FPV-Shops in Euroland bekommen könnt. Alles in allem ein schöner Flugtag beim gastfreundlichen Modellbau-Club Stürzelberg e.V. 1967 bei viel Sonne. In dem Video gibts einige Flächenmodelle (u. a. auch Air-2-Air zu sehen). Für weitere Details zum Setup, schaut in die Videobeschreibung.

Viel Spaß:

PitchBitchTV FPV – TBS “Disco” Fever @ Stürzelberg from PitchBitch on Vimeo.

Youtube:


Wasserstandsmeldung

So, Ihr Lieben.

Nach laaaaaaanger Wartezeit kommen jetzt mal wieder Beiträge von mir. Nur kurz, um mich nicht unnötig in Einzelheiten zu ergehen:

Im letzten halben Jahr fehlte mir leider aus verschiedenen Gründen die Zeit, meinen RC Hobbys nachzugehen. Dementsprechend gabs auch keine Blog/ Newsbeiträge. Statt serienmäßig News und Videohinweise rauszuballern, werde ich in der kommenden Zeit mehr Wert auf einige gezielte Tests & Hinweise legen. In diesem Sinne..

SPIDEX v2 FPV – Cooles Video von Moriwaky

Sehr geiles FPV Video von Moriwaky mit dem Spidex v2 Quad-Rahmen.

Rockt gut am Samstag Mittag:

SPIDEX V2 GOES PRO! from moriwaky on Vimeo.

Boing’s autonome “Little Bird” RC-Heli Drohne

In Sachen autonome/ ferngesteuerte UAV’s ist zurzeit – sowohl für zivile als auch militärische Zwecke – viel Bewegung im Markt.

Heute stolperte ich über eine Meldung von suasnews.com, wonach der kürzlich von Boing vorgestellte Unmanned Little Bird (ULB) der süd-koreanischen Luftwaffe im Rahmen einer 25-minütigen Flugdemo vorgeführt wurde. Der autonome Heli könnte die Republic of Korea Army (ROKA) MD 500 Heliflotte unterstützen.

Hier das offizielle Promo-Video:

Quelle: Youtube/Boing

EyeFly’s Goliath FPV Rahmen

Eyefly's Goliath

Endlich ist er da: Der Goliath Quad-Rahmen, ehemals Quadrixette 50, von Eyefly. Der Name ist Programm.

Der Rahmen kostet 87,90 €, und ist in weiss oder schwarz erhältlich. Dazu gibt es allerlei passendes Zubehör, wie z.B. Alu-Ausleger, High-Duty Ausleger, Spider-Landegestell, Dämpfungskit für “wobbelfreie” Videos und natürlich das beliebte GoPro “Snap” FPV-Gehäuse.

Der GFK-Rahmen bietet dank seiner Größe mächtig viel Platz fürs FPV-Equipment und wiegt mit Kleinteilen nur 353g. Weiteres erfahrt Ihr im Shop.

Quelle: Eyefly.info

GoPro 1 vs. GoPro 2 vs. GoPro 3

In dem nachfolgenden Video von 4to400.com seht Ihr die GoPro’s 1 – 3 unter einem Multi-Rotor im unmittelbaren Vergleich nebeneinander. Besseres Wetter bei den Aufnahmen hätte sicherlich nicht geschadet.

Das Video kann auch von VIMEO runtergeladen werden. Das ist für diejenigen interessant, die sich die Qualität ohne zusätzliche VIMEO-Kompression anschauen wollen.

GoPro vs GoPro2 vs GoPro3 from 4to400.com on Vimeo.

Phänomenaler Heck-Scratcher von Bert Kammerer

Krasser Flug von Bert Kammerer mit dem Goblin 630. Der Flug ist deshalb besonders, weil Bert bei Minute 2:20 sehr heftig das Heck in den Boden bohrt, gleichwohl scheinbar unbeschädigt weiterfliegt.

Die Aufnahme stammt vom Orlando Heli Blowout 2012:

Quelle: Youtube/courtney218

Poom Uditananda – GAUI NX4 Beach Smackdown

Yeah, Poom Poom Uditananda smacked den GAUI NX4 Nitro am Beach.

Er fliegt mit ‘nem BeastX:

Quelle: Youtube/Poomysan

Bert Kammerer & Kyle Stacy – Goblin 500 Tandem

Tandem Flug mit dem kommenden Goblin 500 von Bert Kammerer & Kyle Stacy beim Orlando Heli Blowout:

Quelle: Youtube/courtney2018

Schlechte Fatshark News – Attitude & BaseHD Videobrille

Zurzeit sitzt die FPV-Gemeinde in Erwartung auf die von Fatshark angekündigte Fatshark AttitudeHD (800×600 Auflösung + old-school 47” FOV), dem  Nachfolgemodell der noch recht frischen Fatshark AttitudeSD, auf heißen Kohlen. Spätestens im März 2013 sollte eigentlich die Auslieferung beginnen. Die Cinemizer OLED war ja mehr oder weniger ein Flop, weil das Preis-/ Leistungsverhältnis für FPV einfach nicht stimmt

Nun hat Gregory French von Fatshark im FPVLab Forum mitgeteilt, dass die bisherigen Beta-Tests nicht zufriedenstellend verlaufen. Er habe bislang noch nicht entschieden, die AttitudeHD in die Produktion zu geben, obwohl die Brille eigentlich fertig sei und in Serie gehen könne. Zwar liefere die AttitudeHD mit dem riesigen FOV und sehr klarem Bild das bislang mit Abstand beste Bild für FPV, gleichwohl gebe es ein Problem mit der Schärfe am Bildrand. Das Problem ist wohl die altbekannte Optik, die das Bild wie eine extrem gepimpte die RCV922 AE wirken lasse. D.h. es gibt deutliche Randunschärfen.

Aufgrund dieser Randunschärfe sei der Preisaufschlag, den er für die 800×600 Version verlangen müsse, nicht gerechtfertigt, so jedenfalls Gregory.

Neue (Glas)-Linsen (die z.B. in der Dominator verwendet werden), könnten das Problem lösen, passen aber nicht in die Attitude bzw. Base Gehäuse. Daher ist die DominatorHD in Planung. Gregory meint aber,  dass er die Attitude & Base HD gerne an diejenigen ausliefere, die ungeachtet des Problems mit einer 800×600 Auflösung im RCV922 Stil zufrieden seien. Die DominatorHD soll erst im Juli 2013 kommen. Wer nun völlig verwirrt ist, welche Brillen es zurzeit von Fatshark gibt, der möge einen Blick in diese Vergleichstabelle von Fatshark (Bildqualität/ Bildgröße) werfen

Quelle: FPVLab/Fatshark

Weihnachtsmann liefert via Hexacopter aus…

Old Santa liefert zukünftig seine Weihnachtsgeschenke via Multi-Rotor-System DJI S800 aus. Daran glauben jedenfalls KoptR und Dizi Films Inc ;-)

Schaut selbst:

Santa use DJI !!!!! from Dizi Films inc. on Vimeo.

GoPro 3 – FPV Liveout Kabel

Inzwischen sind auch in Europa vereinzelt die “Black”-Editions der GoPro Hero 3 – für ca. 100,- € mehr als in den USA – erhältlich. Wer die GoPro auch als FPV-Kamera einsetzen möchte, der wird eine neue Verkabelung benötigen.

Anstelle des überdimensionierten, optionalen Kabels von GoPro, zeigt Euch David von Flitetest, wie man sich ein entsprechendes Kabel selbst bauen kann.

Quelle: Youtube/Flitetest

Detailliertere Informationen und eine Bauanleitung gibts auf der Webpage von Flitetest. Happy Building.

Jamie Robertson – T-Rex 700E DFC – OHB 2012

Jamie Robertson mit dem T-Rex 700E DFC beim Orlando Heli Blowout 2012:

Quelle: Youtube/Jeff Fassbinder

(Neue) DJI 1038 10” Propeller für Multi-Rotoren

Wer DJI Multi-Rotor-Systeme fliegt, griff bislang mit gemischten Gefühlen zu den 10” Props von DJI. Insbesondere ab 4S Power neigten die Props häufig zu Brüchen. Zumeist kommen Graupner E-Props zum Einsatz, die mega rigid sind.

Nun legt DJI mit neuen 1038 10” Props nach. Nachfolgend Aufnahmen von den Belastungstests:

Quelle: Youtube/djiinnovations

DJI NAZA-H – Offizielle SetUp & Tutorial Videos

Inzwischen kann das RC-Heli Stabi NAZA-H als Combo mit GPS (für Autopiloten Unterstützung) und BEC z.B. bei Globe-Flight für 399,- € gekauft werden.

DJI Innovations hat soeben drei Setup-/ Tutorial-Videos bei VIMEO hochgeladen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Offizieller SetUp-Guide:

DJI Naza-H Setup Demo from DJI-Innovations on Vimeo.

Software-Konfiguration:

DJI Naza-H Assistant Software Configuration from DJI-Innovations on Vimeo.

Demo-Flug mit einem GAUI X5 (Atti Mode + GPS – Position Lock):

DJI Naza-H GPS Atti.Mode with position lock from DJI-Innovations on Vimeo.

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